synchrone produktion

Kanban Consult GmbH

Kanban - und was kommt danach?


In vielen Firmen, die mit der Einführung des Kanbansystems beschäftigt sind, denkt man noch darüber nach, ob man 2 oder 3 Behälter einsetzt, ob man Containerkanban wählt oder die Kanbankarten umsteckt. Doch die Erfinder des Kanbansystems sind schon wieder einen Schritt weiter. In der Literatur bisher noch nicht beschrieben ist das Kommissionierwagen-Prinzip, das Toyota allerdings schon seit 1990 im Einsatz hat. Inzwischen gibt es auch in Deutschland zwei Automobilhersteller, die damit beste Erfahrungen machen.

Dieses Verfahren kommt ausschließlich in der Fließfertigung zum Einsatz. Auf dem Kommissionierwagen sind alle Teile, die in einem Montageabschnitt an ein Produkt, z.B. eine Autokarosse angebaut werden. Der Wagen wird am Förderband befestigt und fährt mit der Karosse mit. Vorteil: An den Montagebändern steht kein Material mehr, die Werker an den Bändern müssen keine Montageaufträge mehr entschlüsseln, sie müssen sich das Material nicht mehr aus den Behältern am Band zusammensuchen - es wird ihnen quasi auf dem goldenen Tablett serviert.

Bestückt werden die Kommissionierwagen in einem zentralen Supermarkt, wo die Mitarbeiter jedes Teil einzeln in die Hand nehmen und hier schon checken können, ob die Qualität i.O. ist. Folge: an den Bändern kommt weniger Ausschuss an als beim herkömmlichen Kanbansystem. Gesamteffekt: ca. 20% Kosteneinsparung beim Montagepersonal und eine deutliche Senkung der Fehlerrate.

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