synchrone produktion

Kanban Consult GmbH

Profitabel bleiben bei sinkenden Umsätzen - der Weg aus der die Krise



Was tun, wenn die Aufträge weg brechen?

Darauf gibt es eine einfache Antwort: Zuerst die Kosten senken und dann die Preise.

Und zwar durch organisatorische Maßnahmen, die minimales Investment erfordern. Insbesondere Mittelständler mit einer hohen Produktvarianz und geringen Stückzahlen pro Variante haben erhebliche Potenziale, die nur auf ihre Realisierung warten. Die Effekte dabei sind:

  Deutliche Beschleunigung des Produktionsflusses
  Deutliche Reduzierung des gebundenen Kapitals in der Produktion
  Deutliche Reduzierung der Personalkosten in Produktion und Logistik

Wie geht das?

  Durch Segmentierung der Produktion in Fertigungszellen
  Durch partielle Einführung der Fließfertigung in den Fertigungszellen
  Durch Umstellung von Push auf Pull mit der ConWip-Steuerung

Bei Mittelständlern mit einem hohen Anteil an Einzelaufträgen, die in Losen gefertigt werden, funktioniert das Kanbansystem nicht. Trotzdem ist es möglich, den PPS-gesteuerten Pushprozess auf ein Ziehsystem umzustellen.

ConWip steht für "Constant Work in Process". Ziel ist es, den Materialumlauf konstant und den Prozess schnell zu halten und dabei die Durchlaufzeiten mindestens zu halbieren.

Wie Kanban ist auch ConWip ein Kartensystem - allerdings mit nur einem Kartenkreislauf. Jedes Los hat eine ConWip-Karte, die mit dem Los durch die gesamte Fabrik läuft. Wenn der Auftrag abgeschlossen ist, geht die Karte wieder an die Auftragssteuerung und erst dann wird ein neuer Auftrag eingelastet. Damit wird verhindert, dass der Produktionsfluss durch zu hohe Materialbestände gebremst wird.

Die Entflechtung des Produktionsprozesses erfolgt durch die Separierung der Rennervarianten, also der A-Teile, von den Exoten. Die Renner machen in der Regel 30% des Umsatzes aus. Für diese Teile werden partiell separate Fertigungszellen aufgebaut, in denen EIN Los gleichzeitig auf mehreren unterschiedlichen Arbeitsstationen gefertigt wird.

D.h. das erste fertige Teil des Loses wartet nicht an einer Station, bis das letzte Teil des Loses fertig ist, sondern geht von Station 1 in einer Teilmenge der Losgröße an die Station 2. So wird das Los nicht nacheinander, sondern parallel in mehreren Arbeitsstationen bearbeitet.

Alleine daraus resultiert eine drastische Reduzierung der Durchlaufzeit. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass die A-Teile partiell getrennt von den Exoten gefertigt werden und somit von diesen nicht mehr gebremst werden. Umgekehrt wird die Produktion der Exoten ebenfalls schneller, weil die Fertigung der A-Teile separat erfolgt.

In der Krise müssen Sie schneller sein als Ihre Wettbewerber, deshalb werden kurze Durchlaufzeiten zu einem enormen Wettbewerbsfaktor. Die Umstellung einer mittelständischen Fabrik mit mittlerem Automatisierungsgrad, auf das oben beschriebene System ist für die A-Teile in nur drei Monaten möglich. Dies ist umso einfacher und kostengünstiger, je geringer der Automatisierungsgrad ist.

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